Stefans Hort des Wahnsinns

Crewdossiers des WKDP1

Allgemeines

Die Crew des WKDP1 hat insofern einen Nachteil, da dies das allererste interstellare Raumschiff ist, das je gebaut wurde. Die Konstruktion der anderen, zugleich startenden Schiffe begann ein halbes Jahr später und die Fortschritte, die inzwischen gemacht wurden, konnten oft nicht mehr in dieses erste Schiff eingebaut werden. WDKP1 steht für Walter Kiesler Drive Prototyp 1.

Obwohl das Schiff Vertreter von ganz Europa, kommt die Führungsriege hauptsächlich aus den Weltraumakademien St. Pölten, Linz-Hagenberg und Augsburg und damit aus dem süddeutsch-österreichischen Raum. Die IRK, die auf diese Region - Space Age Valley, als Anspielung auf Silicon Valley - sehr stolz ist, wischte die berechtigten Einwände anderer Länder beseite. Absolventen der Akademien Manchester und Cadíz stellen eher die Besatzung des britischen Schiffes, und Absolventen von Jekaterinburg werden auf Grund des anhaltenden Autorisierungsdisputs oft für weniger hochwertige Jobs eingeteilt.

Es folgen Informationen über das Hauptteam des WDKP1.

Alois Gstötzl

Alois Gstötzl, geboren den 2. April 2311 in Attnang-Puchheim, stellt den Kapitän des Schiffes. Er ist eine kontroversielle Wahl. Obwohl ihm in gefährlichen Situationen zweifellos große Kompetenz nachgewiesen werden kann, wird ihm in psychologischen Tests immer beschieden, eine Ichfixation am Rande der Neurose zu haben. Die IRK muss sich außerdem immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, ihn auch wegen seiner Beliebtheit (er ist, neben anderem, Seitenblicke-Dauergast und NEWS.2-"Beliebtester Schwiergersohn des Jahres") für die Mission auserkoren zu haben.

In den restlichen Monaten des Jahres 2347 bestätigen sich seine Ichbezogenheit und sein Talent, anderen auf die Nerven zu fallen, genau so aber auch seine zweifellos hohen Führungsqualitäten, wenn sie denn notwendig sind.

Qwertzius Uwe Schmitt

Qwertzius Uwe Schmitt gehört zu den jüngsten Angehörigen der ersten, 2289 in Hamburg gelandeten Gavron-Delegation. In weiser Voraussicht wurde er der Crew des WDKP1 zur Seite gestellt, um sie über die Gefahren und diplomatischen Untiefen des interstellaren Raumes in Kenntnis zu setzen. Während er diese Aufgabe tadellos erfüllt, hat er, wie die meisten seines Volkes, ein größeres Ziel - die Suche nach einem Pfad zu seiner verlorenen Heimatwelt.

Seine Einberufung als erster Offizier wurde fast nur positiv aufgenommen, mit Ausnahme extremer Gruppen: Die einen sagten, es sei falsch, auf ein Erd-Schiff einen Außerirdischen zu postieren, die anderen meinten, er sei nur der Quoten-Gavron - ein einschlägiger Beweis, dass man es niemandem recht machen kann.

Walter Geretschläger

Walter Geretschläger erblickte am 25. 2. 2302 in Ort im Innkreis das Licht der Welt. Nach einer grundlegenden technischen Ausbildung, die er mit Bravour abschloss, meisterte er auch das große Feld der Allgemeinen Raumschifftechnologie, Schwerpunkte Überlicht-Antrieb und subatomare Wedeltechnologie, mit einem erstaunlichen Leistungsschnitt. Obwohl er nur in Fachkreise bekannt ist, wurde seine Einberufung in die Crew des ersten festlandeuropäischen interstellaren Schiffes überall positiv aufgenommen.

Da er eine feste Beziehung auf der Erde hat, stellte sich in gewissen Kreisen die Frage, wie er dies denn schaukeln würde. "Das geht schon", sagte er. "Das Schiff ist mit Kommunikationsbojen ausgestattet. Außerdem kennen wir uns gut genug, dass wir mehr oder weniger vorhersagen können, was der andere sagen will."

Jean Gregoire DeLouis

Doktor Jean DeLouis stellt insofern eine Ausnahme in der Führungsriege des Schiffes dar, als dass er nicht aus dem deutschsprachigen Raum kommt. Der am 8. 7. 2325 geborene Xenobiologie aus Paris verlässt, wie er sagt, seinen hochdotierten Forschungsjob im Moon Central Hospital von Armstrong City aus Überzeugung. "Sehen Sie", erklärte er, "In meinem Feld muss man mit vielen, vielen Enttäuschungen leben. Xenobiologie... welche xenobiologischen Überraschungen gibt es schon im Sonnensystem. Aber da draußen, im Weltall... wer weiß was es dort zu finden gibt!"

Auch er ist zwar der Allgemeinheit vielleicht kein Begriff, aber sein kontroversielles Werk "Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Versuchstiere - ein Beweis für frühere außerirdische Besuche auf der Erde?" ist in Fachkreisen zwar hochumstritten, doch universell als sehr durchdacht und wohlargumentiert anerkannt.

Ulrike Hohbauer

Das Wunderkind dieser Generation. Ulrike Hohbauer kam am 27. 11. 2027 in Linz auf die Welt und ist mit einem hohen IQ bewaffnet. Aber dieser ist nicht der alleinige Grund für ihre Einberufung als Sicherheitsoffizierin am WDKP1. Ihre Bereitschaft zu Teamwork, harter Arbeit und gnadenlosem Training sowie ihre erstaunliche Expertise im Bezug auf Sicherheitssysteme verhalf der IRK zu dieser Entscheidung.

Hohbauer, die kurze Berühmtheit erlangte, als sie ihre Schulkarriere zwei Jahre vorzeitig mit fliegenden Fahnen absolvierte, ist neben Gstötzt wohl die allgemein bekannteste Angehörige der WDKP1-Crew. Kritische Stimmen bemängeln ihre Jugend und relative Unerfahrenheit, aber sie erzählte in einem kürzlich erfolgten Interview davon, den Willen zu haben, diese Vorwürfe zu entkräften. Direktes Zitat: "Die werden sich alle noch ansehen."

Hieronymus Gruber

Admiral Hieronymus Gruber ist zwar nicht direkt ein Angehöriger der Crew des Schiffes, aber er ist der Verantwortliche für die Verwaltung. Ein hektischer Job, der entgegen den üblichen Vorstellungen nicht nur aus Papierkram besteht. Er ist durchaus stolz auf sein Team, und obwohl er es nie zugäbe, stellt sich ihm die Frage, was denn zu tun sei, sobald der WDKP1 die Echtzeitkommunikationsreichweite verlässt...